Vermischtes
KNA

MDR-Intendant Ralf Ludwig will Jana Brandt durchsetzen

Der MDR-Intendant will dem Rundfunkrat die Sicht der Sendergeschäftsleitung auf die Besetzung der Programmdirektionen Halle und Leipzig nochmals erläutern.

Leipzig (KNA) – MDR-Intendant Ralf Ludwig will an der Bestellung von Jana Brandt zur übergeordneten Programmdirektorin für die MDR-Bereiche Leipzig und Halle/Saale festhalten. Er halte „die strategische Zusammenführung der beiden großen Programmdirektionen“ nach wie vor „für richtig und erforderlich“, sagte Ludwig in einem Interview der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Dienstagsausgabe). Brandt leite bereits seit vier Jahre die Programmdirektion Halle und bekleide seit fast einem Jahr diese Position kommissarisch auch in Leipzig, so Ludwig: „Deshalb habe ich sie dem Rundfunkrat für die Berufung vorgeschlagen, auch um die Kontinuität in unserem Veränderungsprozess zu gewährleisten“.

 

Die wegen ihres Führungsstils im MDR umstrittene Brandt hatte bei der letzten MDR-Rundfunkratssitzung am 10. Februar in drei Wahlgängen die nötige Zweidrittelmehrheit knapp verfehlt. Ludwig kündigte jetzt an, „die Ansätze der Geschäftsleitung mit dem Rundfunkrat nochmals ausführlicher erörtern“ zu wollen.

 

Erneuter Wahlgang am 31. März möglich

Ein weiterer Wahlgang könnte bei der nächsten regulären Rundfunkratssitzung am 31. März in Leipzig stattfinden. Ludwig kündigte in dem Interview auch an, die „Regionalität in der Programmvielfalt des MDR“ weiter zu stärken und den Umbau der ARD-Anstalt für Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen fortzusetzen. Der MDR will im Rahmen einer Strukturreform bis 2028 rund 160 Millionen Euro einsparen.

Sollte die von der Finanzierungskommission KEF empfohlene Erhöhung des Rundfunkbeitrags ausbleiben, müsse dieser Betrag noch um weitere 20 Millionen Euro pro Jahr steigen, so Ludwig: „Das würde weitere Einschnitte in unseren Programmangeboten und auch beim Personal bedeuten“. ARD und ZDF klagen derzeit vor dem Bundesverfassungsgericht auf die von den Bundesländern nicht wie vorgesehen zum 1. Januar umgesetzte Beitragserhöhung um 58 Cent auf dann 18,94 Euro im Monat.